Allgäu Aggenstein Nordostwand „Morbus Flattermann“ (8-/8, 250m)

Noch ein paar Anmerkungen zu der Tour:

Ich bin nun das dritte Mal durch die Wand geklettert (2006 mit Axel und 2009 mit Stef). Durch die wenigen Wiederholungen (17. Begehung (allerdings hat ein Stift ab 2013 bis gestern gefehlt) in 15 Jahren) wird das lose Gestein einfach nicht ausgeräumt. Psychisch sehr anspruchsvoll ist sicherlich die 5te Länge. Die Absicherung ist alpin und man muss zwingend lockere Griff in die Hand nehmen (und durchblockieren), um am nächsten Standplatz anzukommen. Die darauffolgende Länge ist ähnlich in der Gesteinsqualität, allerdings deutlich besser abgesichert.

Das Panico-Topo im aktuellen Führer ist sehr ungenau. In der 4. Länge bitte den ersten BH (nach dem geschlagenen Haken) lang machen und nach links klettern. In der 5. Länge nach der Verschneidung das Band hinausqueren und dann erst nach oben klettern.

Neben den Exen, schaden sicherlich ein paar Klemmkeile und ein Link Cam (Gr. 1 oder 2) am Gurt nicht.

Ich kann die Tour nur Leuten empfehlen, die Erfahrung im brüchigen und grasdurchsetzten Gelände haben. Der alpine Sportkletterer, der festen und sehr gut abgesicherten Fels sucht, hat hier nichts verloren.

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